Schöne Ferien! Und wie du sie anschließend in deinen DaZ-Unterricht einbauen kannst
Heute möchte ich dir bereits ein paar Ideen für zwischendurch oder für einzelne Phasen in deinen DaZ-Stunden nach den Ferien geben.
Kinder erzählen sehr begeistert von ihren Erlebnissen in den
Ferien. Da das Thema aus der Lebenswelt der Kinder stammt, zeigst du ihnen beim
Aufgreifen des Themas „Meine Herbstferien“ dein Interesse. Damit es nicht immer
der traditionelle Erzählkreis wird (bei dem am Ende eh keiner mehr zuhört 😉),
habe ich dir ein paar alternative Möglichkeiten aufgelistet:
Idee zum Stundenanfang:
Die Satzstrukturen „Wo warst du in den Ferien? In den Ferien
war ich…“, „Was hast du in den Ferien gemacht? In den Ferien habe/bin ich…“
werden als neue Muster eingeführt und in das Anfangsritual zum Wiederholen
alltäglicher Sätze eingebaut (siehe Sicherheit geben - Rituale imDaZ-Unterricht).
Spiele:
Alle Kinder, die …
Die Kinder stehen in einem Stehkreis. Ein Kind sucht sich
etwas aus, was es in den Ferien gemacht hat, und sagt den Satz „Alle Kinder,
die in den Ferien z. B. Halloween gefeiert haben“. Alle Kinder, auf die der
Satz zutrifft, machen einen Schritt in die Kreismitte. So werden
Gemeinsamkeiten entdeckt. Ein anschließender Austausch und Äußerungen der
Kinder sind wichtig, um sie zum Sprechen anzuregen.
Pantomime
Ein Kind zeigt den anderen Kindern pantomimisch eine
Aktivität aus seinen Ferien. Die Mitschülerinnen und -schüler erraten, was das
Kind in den Ferien gemacht hat. Die Satzstrukturen unterstützen die Kinder
dabei.
Rätsel
Die Schülerinnen und Schüler beschreiben mit Hilfe der
Satzstrukturen, was sie in den Ferien gemacht haben, ohne den konkreten Begriff
zu nennen. Die anderen Kinder erraten ihre Aktivität.
Kofferpacken (angepasste Satzstruktur an das Thema
Ferien)
Die Kinder sitzen in einem Sitzkreis. Die Lehrkraft oder ein
Schüler/eine Schülerin beginnen mit der Satzstruktur „Ich plane meine Ferien
und z. B. gehe ins Schwimmbad.“ Der Nächste im Kreis wiederholt zuerst die
Satzstruktur der anderen und fügt dann selbst etwas hinzu: z. B. „Ich plane
meine Ferien und gehe ins Schwimmbad und schlafe lange.“ Der Dritte: „Ich plane
meine Ferien und gehe ins Schwimmbad und schlafe lange und besuche meine
Familie in … .“ usw.
Methoden:
Wimmelbild
Den Kindern wird ein Wimmelbild zum Thema Ferien gezeigt.
Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich mit den Satzstrukturen über das
Entdeckte aus und äußern sich anschließend oder währenddessen zu ihren eigenen Ferien.
Marktplatz
Die Kinder erhalten kleine Kärtchen mit Satzanfängen zu den
Ferien. Die Schülerinnen und Schüler bewegen sich frei im Raum (z. B. zu
Musik). Sobald ein Signal gegeben wird (Klangschale, Musikstopp, Handzeichen
etc.), bleiben die Kinder stehen und suchen sich einen Gesprächspartner in
ihrer Nähe. Die beiden Satzanfänge werden vorgelesen und beantwortet.
Anschließend tauschen die Kinder ihre Karten aus, die Musik geht wieder an und
die nächste Runde beginnt (alternativ kann auch ein anderes Zeichen gegeben
werden, das den Austausch beendet).
Treffpunkte
Die Schülerinnen und Schüler treffen sich an Treffpunkten im
Klassenzimmer. Anhand der Karten mit den Satzanfängen tauschen sie sich in
Kleingruppen über ihre Ferien aus. Auf ein Signal hin, können die Kinder den
Treffpunkt wechseln, sodass sich die Gruppen neu durchmischen.
Kugellager
Die Kinder stellen sich in zwei Kreisen mit gleicher Anzahl
an Kindern ineinander auf. Der innere Kreis schaut nach außen, der äußere Kreis
schaut nach innen, sodass sich immer zwei Kinder anschauen. Die jeweiligen Partner
tauschen sich mit den Satzanfängen zu ihren Ferien aus. Auf ein Signal hin,
wechselt einer der Kreise einen Partner weiter, sodass immer wieder neue Paare zum
Austausch entstehen.
Bild- und Wortkarten
Für eine Wortschatzeinführung und zur Unterstützung der
Schülerinnen und Schüler findest du hier Bild- und Wortkarten zu möglichen
Ferienaktivitäten.
Schreiben:
Ideensammlung/Schreibplanung
Die Schülerinnen und Schüler sammeln in Sprechblasen, was
sie in den Ferien gemacht haben (Wörter). Dies dient leistungsstärkeren Kinder zur
Schreibplanung, für Kinder mit viel Unterstützungsbedarf kann dies schon zur Differenzierung
ausreichend sein.
Feriengeschichte
Die Schülerinnen und Schüler schreiben über ihre Ferien. Sie
nutzen die vorher erstellte Schreibplanung mit Ideen in den Sprechblasen und
ggf. die Satzanfänge. Nach einer Verbesserung durch die Lehrkraft oder andere
Kinder (möglich: Schreibkonferenz), wird der Text auf ein Schmuckblatt übertragen,
in der Klasse vorgelesen und kann im Klassenzimmer ausgestellt werden.
Das Thema lässt sich auch gut mit einer Wortschatzeinführung zu „Hobbies“
verbinden.
Gerne möchte ich dir mein Material zu den Herbstferien zur
Verfügung stellen. Die Vorlagen wurden teilweise mit dem ♥WorksheetCrafter♥ erstellt.
Schöne Ferien und viel Spaß beim Ausprobieren und Anpassen!
Deine
Lehrerin mit ♥ für DaZ
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